Zum Inhalt springen

DC100-Dozer-Steuerungssystem: Elektronischer Steuerungsmodus über CAN-Bus offiziell in die Hauptsoftware integriert

Mit dem zunehmenden Intelligenzgrad von Baumaschinen entwickelt sich die Automatisierung von Planierraupen von einer unterstützenden Funktion hin zu einer fortschrittlicheren intelligenten Steuerung. Unser Ziel ist es, Planierraupen zu ermöglichen, in verschiedensten Bauszenarien hochpräzise und hocheffiziente Arbeiten auszuführen, darunter Planieren, Abtrag und Auftrag sowie Böschungsarbeiten, und den Bedienern dabei eine intuitivere und komfortablere Bedienerfahrung zu bieten. Dank automatisierter Steuerungsfunktionen können Planierraupen nicht nur die Arbeitsbelastung der Bediener reduzieren, sondern auch während kontinuierlicher Arbeitsabläufe eine gleichmäßigere Bauqualität gewährleisten.

Bei herkömmlichen hydraulischen Planierraupen wird die automatische Steuerung typischerweise durch die Integration von Hydraulikventilen realisiert – ein technisch bereits relativ ausgereifter Ansatz. Mit der zunehmenden Verbreitung elektronisch gesteuerter Planierraupen hat die herkömmliche relaisbasierte Lösung während der Inbetriebnahme jedoch Einschränkungen gezeigt, beispielsweise eine komplexe Installation und begrenzte Erweiterbarkeit. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, haben wir eine elektronische Steuerungslösung auf CAN-Bus-Basis eingeführt. Dieser Ansatz verlagert den Schwerpunkt des Systems von der komplexen Hardwareintegration hin zur Auswertung und Verarbeitung von Fahrzeugkommunikationssignalen. Dadurch wird der zusätzliche Hardwareaufwand reduziert und gleichzeitig die allgemeine Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit des Systems verbessert. Zudem entsteht mehr Spielraum für zukünftige Funktionserweiterungen.

In den frühen Entwicklungsphasen wurde die elektronische Steuerungslösung auf CAN-Bus-Basis als Demo-Version für Tests und Validierungen in unterschiedlichen Bauumgebungen eingesetzt. Nach Praxistests auf mehreren Baustellen weltweit zeigte das System eine stabile und zuverlässige Leistung bei verschiedenen Maschinenmodellen und Betriebsbedingungen. Nach mehreren Optimierungs- und Verbesserungsrunden hat die Lösung den für die Produktüberführung erforderlichen Reifegrad erreicht. Daher wurde der elektronische Steuerungsmodus über CAN-Bus nun offiziell in die Hauptsoftware des Planierraupen-Steuerungssystems DC100 (H39 PRO) integriert. Dies markiert den erfolgreichen Übergang von der experimentellen Validierung zu einer standardisierten Produktfunktion.

Auf realen Baustellen sind Systemstabilität und ein reibungsloser Betrieb oft wichtiger als eine möglichst große Anzahl an Funktionen. Wenn Maschinen zwischen unterschiedlichen Arbeitsbedingungen, Modellen oder elektronischen Steuerungskonfigurationen wechseln müssen, können fragmentierte Steuerungslogiken oder uneinheitliche Konfigurationsprozesse die Bediener dazu zwingen, Einstellungen wiederholt anzupassen, und die Kontinuität der Bauarbeiten unterbrechen.

In der neuesten Version wurde der elektronische Steuerungsmodus über CAN-Bus offiziell in die Hauptsoftware des FJD Trion DC100 (H39 PRO) Planierraupen-Steuerungssystems integriert. Das bedeutet, dass die CAN-Bus-Steuerung keine eigenständige Lösung mehr ist, sondern nun direkt in die Kernfunktionen des Systems integriert wurde und unter derselben Steuerungslogik wie andere Konfigurationen arbeitet. Diese Integration sorgt bei Anwendungen mit mehreren Maschinenmodellen und Konfigurationen für eine konsistentere und zuverlässigere Nutzererfahrung.


Von einer „eigenständigen Lösung“ zu einer integrierten Systemfunktion

Auf Hardwareebene vereinfacht die elektronische Steuerungslösung über CAN-Bus den Installationsprozess des Planierraupen-Automatisierungssystems erheblich. Für Anwender, die diese Lösung wählen, ist lediglich der Anschluss des CAN-Bus-Kabelbaums an das Hauptsteuerungssystem der Planierraupe erforderlich. Zusätzliche Relais oder die Integration von Hydraulikventilen sind nicht notwendig. Dieser Ansatz reduziert komplexe Hardwareanpassungen, senkt den Aufwand für Installation und Inbetriebnahme vor Ort deutlich und verbessert die allgemeine Systemzuverlässigkeit, wodurch eine schnellere und effizientere Bereitstellung des Kits ermöglicht wird.

Auf der Softwareseite können sich Anwender einfach anmelden und das entsprechende Maschinenmodell auswählen, um die Konfiguration abzuschließen. Das System hat CAN-Signale verschiedener Marken und Modelle, darunter auch Maschinen von John Deere, bereits erfolgreich ausgewertet und angepasst und ermöglicht dadurch eine stabile Steuerung ohne komplexe Konfigurationsschritte. Während der früheren Demo-Phase verifizierte und optimierte das Entwicklungsteam gründlich zentrale Aspekte wie die Integration der elektronischen Steuerung und die Reaktionsleistung, um einen stabilen und zuverlässigen Betrieb unter realen Baustellenbedingungen sicherzustellen. 

Nach der Integration in die Hauptsoftware unterstützen elektronisch gesteuerte Planierraupen nun vollständig verschiedene Bau- und Planierfunktionen wie das Planieren auf Sollhöhe, das Bearbeiten von Böschungen und planungsbasierte Arbeiten. Dadurch wird eine intelligentere und effizientere automatisierte Bauerfahrung ermöglicht.

Verbesserungen der Nutzererfahrung nach der Integration

Die Integration des elektronischen Steuerungsmodus über CAN-Bus in die Hauptsoftware des DC100 (H39 PRO) ist nicht einfach nur das Hinzufügen einer weiteren Steuerungsoption, sondern stellt eine umfassende Integration auf Systemebene dar. Durch diesen Prozess wurde die CAN-Bus-Steuerung vollständig an den zentralen Systemablauf angepasst, einschließlich Konfigurationszugängen, Steuerungslogik und Betriebsmechanismen des Systems. Verschiedene Steuerungslösungen werden nicht länger als unabhängige Module behandelt, sondern arbeiten nun innerhalb einer einheitlichen Systemarchitektur zusammen. Das führt zu einer klareren und übersichtlicheren Softwarestruktur.

Für Anwender liegt die deutlichste Verbesserung in der allgemeinen Nutzererfahrung. Die Konfigurationsprozesse sind nun intuitiver und einheitlicher, wodurch das Risiko der Auswahl falscher Optionen oder des Übersehens notwendiger Einstellungen reduziert wird. Beim Wechsel zwischen verschiedenen Maschinenmodellen oder Konfigurationen bleibt der Arbeitsablauf einheitlich, sodass die Bedienung reibungsloser und einfacher zu verwalten ist. Dies verkürzt nicht nur die Einarbeitungszeit, sondern verbessert auch die allgemeine Stabilität und Wartbarkeit des Systems.


Eine einfachere und klarere Systemarchitektur

Aus Sicht der Systemarchitektur ist die elektronische Steuerungslösung über CAN-Bus nicht auf einen EPEC-Controller angewiesen. Nach der Integration dieses Modus in die Hauptsoftware hat das DC100 (H39 PRO)-System seine Selbstdiagnose- und Firmware-Update-Prozesse optimiert, indem die mit EPEC verbundenen Logikanteile entfernt wurden. Durch den Wegfall unnötiger Steuerungsverbindungen wird die Systemstruktur einfacher und verständlicher. Auch der Systemstatus lässt sich leichter interpretieren, sodass Techniker Probleme schneller diagnostizieren und die Effizienz bei Fehlersuche und Wartung insgesamt verbessern können.

Ein vollständiger, für reale Baustellen entwickelter Arbeitsablauf

Sobald die Konfiguration der elektronischen CAN-Bus-Steuerung abgeschlossen und der ordnungsgemäße Betrieb des Systems bestätigt ist, können Anwender den standardmäßigen Arbeitsablauf des DC100 (H39 PRO) fortsetzen. Dazu gehören das Erstellen eines Planierraupenmodells, die Anpassung von Parametern und die Optimierung der Steuerung sowie die direkte Bereitstellung des Systems auf der Baustelle.

Im tatsächlichen Betrieb bleibt die Nutzererfahrung von über CAN-Bus gesteuerten Maschinen konsistent mit der anderer Steuerungsmodi. Bediener müssen keinen zusätzlichen Arbeitsablauf erlernen oder zwischen unterschiedlichen Bedienprozessen wechseln. Dadurch können sie sich schnell einarbeiten und Bauaufgaben effizient ausführen.

Ein weiterer Schritt hin zu einer ausgereifteren Planierraupen-Steuerungsplattform

Die Integration der elektronischen CAN-Bus-Steuerung in das Planierraupen-Steuerungssystem DC100 (H39 PRO) stellt einen weiteren wichtigen Schritt zur Unterstützung mehrerer Maschinenmodelle und Konfigurationsszenarien dar. Durch die Zusammenführung verschiedener Steuerungslösungen in einem einheitlichen Systemrahmen erzielt die Plattform weitere Verbesserungen bei Stabilität, Konsistenz und Skalierbarkeit.

Diese Weiterentwicklung verbessert nicht nur die aktuelle Nutzererfahrung, sondern schafft auch eine stärkere Grundlage für die zukünftige Entwicklung von Funktionen und die Erweiterung von Anwendungsbereichen. Mit dieser Integration entwickelt sich DC100 (H39 PRO) weiter zu einer ausgereifteren, robusteren und skalierbareren intelligenten Planierraupen-Steuerungsplattform.

Industries: Construction
Diesen Beitrag teilen
Archiv
Mehrere Designdateien, eine Operation: Funktionserweiterung für die Steuerungssysteme des Graders GC100 und des Dozers DC100